Bei den Damen bleibt es trotz Niederlage spannend

Trainer Damen Andreas Kugler

Gestern nachmittag war wieder einmal Lokalderbyzeit. Am vorletzten Spieltag waren unsere Damen zu Gast beim TUS Xanten, wo sie den Sieg aus der Hinrunde bestätigen und mit mindestens einem Punkt Vorsprung ins Endspiel um den Aufstieg Anfang Mai in Bocholt gehen wollten. Doch es sollte anders kommen…

Von Beginn an war zu spüren, dass die Gegnerinnen aus Xanten unserer Mannschaft eins voraushatten: Sie wollten den Sieg unbedingt und schwammen über die gesamte Spielzeit auf einer Welle der Begeisterung, die auch vom Trainerteam und der Bank ständig unterstützt wurde. War das Spiel bis zum 7:5 noch recht ausgeglichen, geriet das HSG-Team in der Folgezeit zunehmend unter Druck – während auf unserer Seite die Unsicherheiten zunahmen, die Torwürfe häufig den Pfosten trafen oder von den stark haltenden Torhüterinnen entschärft wurden, bauten die Gegnerinnen durch ihr schnelles Angriffsspiel und die gut stehende Abwehr ihren Vorsprung immer weiter aus. Die Verzweiflung über das nicht funktionierende eigene Spiel und die doch häufig überraschenden Schiedsrichterentscheidungen wuchs und trotz einiger guter Aktionen unserer Torhüterin Cora lag die Mannschaft nach den ersten Minuten der zweiten Halbzeit mit 6:16 zurück. Bis zum 20:11 lief weiterhin wenig zusammen und die Xantenerinnen spielten sich in einen Rausch. Leider fehlten in dieser Phase nicht nur der Mannschaft die Ideen, auch von der Trainerbank kamen keine Impulse. Erst acht Minuten vor Spielende stellte der Trainer die Abwehr um. Mit der offensiven Defensive kamen die Xantenerinnen überhaupt nicht zurecht, sodass das Ergebnis mit 17:20 noch ein wenig versöhnlicher gestaltet werden konnte. Schade, dass hier nicht schon früher reagiert wurde.

Die neuerliche Niederlage ändert nichts daran, dass die junge Mannschaft zum Saisonende mindestens einen tollen zweiten Platz belegen wird. Finden die Mädels zu ihrer Spielfreude zurück, die uns über weite Teile der Saison so begeistert hat, ist vielleicht sogar noch ein bißchen mehr drin…

Tore: Julia Hochstrate 5, Inga Neinhuis 4, Larissa Manca 4, Finja Waldermann 1,

Lisanne Gerritzen 1, Nele Schulze 1, Marina Manca 1

@ 2015 Günter Baudewig

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